Klein aber oho - wieso wir auf Micro-Influencer bauen

21.09.2020

Influencer? Die kennt man doch. 

Bei diesem Begriff schießen manch einem klischeehafte Bilder in den Kopf: Reiche, junge Menschen, die in ihren Privatjets auf dem Weg zum nächsten Kurztrip sind. Das alles finanziert durch ihre Werbepostings auf ihren Social-Network-Kanälen. 

Realitätsnah? Für die meisten wohl kaum, genauso wenig wie für die Nutzer, die den Influencern auf Instagram, YouTube & Co. folgen. 

Doch als Influencer erfolgreich sein und dabei auch noch echten Mehrwehrt bieten geht auch anders: Micro-Influencer ist das Zauberwort!

 

Der Einfluss von Micro-Influencern

Influencer-Marketing liegt im Trend und wird viel diskutiert. Der Fokus liegt dabei häufig weiterhin noch auf den reichweitenstarken Kanälen – der Einfluss von Micro-Influencern wird von vielen Firmen immer noch verkannt. Leider! Denn Micro-Influencer bieten so einiges an Mehrwerten.

Micro-Influencer eignen sich sowohl für Awareness-Kampagnen, Imagepflege und das Aufbauen einer Markenloyalität, wie auch für Produkt-Launches, Interaktionen mit der eigenen Marke, Tests Bewertungen und Hintergrundgeschichten. Ihre hohe Authentizität, die durch eine hohe Interaktionsrate verstärkt wird, ist das ausschlaggebende Argument. Was sind denn eigentlich Micro-Influencer? Bei den Zahlen ist sich niemand so richtig einig und die Definitionen sind teilweise sehr unterschiedlich. Wir bei HashtagLove nutzen folgende Einordung:

  • Nano-Influencer: 1.000 bis 10.000 Follower
  • Micro-Influencer: 10.000 bis 100.000 Follower
  • Macro-Influencer: 100.000 bis 1 Mio. Follower
  • Mega-Influencer: über 1 Mio. Follower

 

Während die genaue Definition schwammig ist, sind wir uns bei HashtagLove einig, dass Micro-Influencer und das dazugehörige Influencer Marketing, weit mehr als nur Zahlen und Definitionen sind. Sie bieten nämlich einen echten Mehrwert – sogar für unser privates Umfeld.

 

Ein guter Mix aus Micro und Macro

Als Influencer-Plattform steht die Arbeit mit den Kunden und Influencern natürlich an erster Stelle. Doch wieso binden wir neben Macro- gerade auch Micro-Influencer fest in Strategien ein?

Die oben erwähnte Interaktionsrate steht für ihre AuthentizitätJe größer die Engagement-Rate, also die Interaktionen der Follower mit den einzelnen Beiträgen, ist, desto größer ist auch die Relevanz und die Glaubwürdigkeit des Influencers. Beide Faktoren hängen aber davon ab, wie sehr die Person Spezialist auf ihrem eigenen Interessensgebiet ist. Indem Influencer sich als Privatpersonen inszenieren und mit ihren Followern wie mit guten Freunden reden, entsteht ein hoher Trust-Faktor und die besagte Authentizität

Authentizität wünschen sich natürlich nicht nur Kunden, sondern auch wir von HashtagLove. Auf diese schauen wir jedoch nicht nur aus einem wirtschaftlichen Blickwinkel, sondern auch aus einem privaten!

 

HashtagLove-Mitarbeiter und ihre persönlichen Meinungen zu Micro-Influencern

Das Team bei HashtagLove hat neben der Leidenschaft für Social Media auch die Begeisterung für kleinere Influencer-Accounts und ihre Geschichten gemeinsam.

 

Kirsten:

„Ich folge fast ausschließlich Micro-Influencern – vor allem aus den Bereichen Sport, Lifestyle und Fashion. Der Grund dafür ist, dass ich ihren Lifestyle mag. Ich bin an ihren Erfahrungen und an ihren Geschichten interessiert und ich tausche mich auch gerne mit ihnen aus. Hierzu schaue ich mir fast täglich ihre Storys an. Das lässt sie entsprechend mehr wie Freunde wirken. Micro-Influencer haben mich außerdem dazu gebracht, fast nur noch Produkte zu kaufen, auf die ich über Social Media aufmerksam geworden bin. Ich hole mir vor dem Kauf oft die Meinung der Influencer ein.“

Julia:

„Ich folge gerade im Lifestyle-, Nachhaltigkeits- und Modebereich lieber Micro-Influencern. Ich mag es, dass sie häufig ähnliche Werte und ein ähnliches Budget haben wie ich und ich ihnen ihre Begeisterung für bestimmte Dinge wirklich abkaufe und angesteckt werde. Ich folge vielen Leuten, die wohl auch privat meine Freunde sein könnten und für mich deswegen nahbarer wirken als Celebrity Influencer. Sehr zum Leiden meines Geldbeutels werde ich häufig von Micro-Influencern zum Nachshoppen angeregt. Einigen Accounts folge ich schon seit Jahren und schätze deshalb auch ihre Produktempfehlungen aus Überzeugung. Ich verfolge bei einigen tatsächlich täglich die Storys. Es kommt mir manchmal sogar so vor, als würde ich die Personen hinter den Accounts mittlerweile wirklich gut kennen – auch wenn das natürlich nur für ihre Online-Versionen der Fall ist.“

Jacqueline:

„Die Liste von Menschen, denen ich folge, ist natürlich endlos lang. Doch in Punkten, die mich wirklich interessieren, wie Gaming, Nachhaltigkeit sowie Foto- und Videografie, folge ich eher Micro-Influencern – und dann auch wirklich aktiv. Micro-Influencer wirken nahbarer und durch die Aktivität und die Einblicke, die man in ihr Leben erhält, eher wie eine gute Freundin oder ein guter Freund, als ein Makro-Influencer. Außerdem wirkt das Bewerben der Produkte wesentlich aufrichtiger und ehrlicher. Das ist sicherlich auch eine Sache, die ich an meinen Freunden schätze und die sich bei Micro-Influencern auf jeden Fall wiederfinden lässt. Das sorgt dann auch gerne dafür, dass ich Produkte nachkaufe. Ich nutze Micro-Influencer im Allgemeinen auch gerne, um Shops für nachhaltige Produkte zu finden. Die kleinen Influencer haben mich dazu gebracht, mich mehr mit Nachhaltigkeit im Alltag auseinanderzusetzen.“

Raphael: 

„Ich folge ein paar wenigen Micro-Influencern, die sich für amerikanische Sportarten interessieren oder mich zu einem besseren Mindset inspirieren.  Am meisten ist es die geteilte Leidenschaft für die verschiedenen Sportarten, die mich zum aktiven Folgen anregt – so gut es meine Zeit eben zulässt. Mittlerweile pflege ich sogar freundschaftliche Beziehungen zu einigen, da wir uns in der gleichen Community engagieren und Interessen teilen. Unter ihnen befinden sich Leute, die meine moralischen Werte und Grundsätze vertreten – das ist mir persönlich enorm wichtig. Mein Kaufverhalten wird ehrlicherweise immer wieder durch sie beeinflusst. Oft fällt mir das aber erst nach dem Kauf auf, wenn ich genauer darüber nachdenke."

Michèle:

„Ich folge in puncto Micro-Influencern hauptsächlich Tattooartists und Cosplayern, aber auch Personen, die in keine richtige Kategorie fallen. Ich schätze bei allen Accounts ihren Humor und auch ihre Kreativität. Die Cosplayer stellen zum Beispiel richtig tolle Kostüme für spezielle Games-Entwickler her. Die Micro-Influencer müssen mir auch nicht unbedingt ähnlich sein, mir ist eher wichtig, dass mir ihr Content gefällt. Häufig erfahre ich durch sie noch neue Dinge und informiere mich dann gerne noch weiter über manche Themen, die auf den Accounts so auftauchen. Mein Kaufverhalten beeinflussen die Micro-Influencer, denen ich folge, zwar eher nicht, dennoch schaue ich gerne immer mal wieder in die verschiedenen Storys rein.“

Nathalia:

„Ich folge schon einigen Micro-Influencern. Interessanterweise aber keinen Accounts aus dem Gaming-Bereich, obwohl ich mich ja selbst super viel mit Videospielen beschäftige. Vielmehr sind es viele Curvy Model Accounts, die sich mit der Thematik Body Positivity auseinandersetzen. Die Personen dahinter wirken auf mich authentisch, sympathisch und ehrlich. Außerdem antworten Micro-Influencer auch eher mal auf Fragen und Nachrichten und kommen mir deshalb greifbarer vor als die größeren Accounts aus der Branche. Ich denke, sie beeinflussen nicht nur mein Mindset positiv, sondern auch das vieler anderer Leute. Ein Umdenken bei der Thematik Bodyshaming etc. ist in der Gesellschaft sehr wichtig und ich finde, die Micro-Influencer gehen da mit gutem Beispiel voran und inspirieren auch enorm. Besonders was Mode angeht, bin ich da mittlerweile viel vielfältiger geworden. Da lasse ich mich auch gerne mal von meinen Micro-Influencern mit dem ein oder anderen Tipp bezüglich der besten Shoppingadressen inspirieren. Da ich sehr oft am Tag auf Instagram unterwegs bin, bekomme ich auch immer die neuesten Storys angezeigt. Zwar interessiere ich mich jetzt nicht für alles aus dem Leben der Micro-Influencer, gucke aber trotzdem gerne rein, sobald sie mir in der Storyleiste oben angezeigt werden.“

Sonja:

„Ich folge einigen Leuten, die mit ihren Followerzahlen zwischen 25.000 bis 100.000 liegen. Ein paar drunter, viele drüber. Die Accounts sind dabei ganz unterschiedlich: Von artsy-fartsy Fashionblogger über Buchliebhaber, Pflanzenvernarrte, Sportverrückte, wahnsinnig geniale Hobbyfotografen oder einfach Lifestyleblogger – alle haben gemeinsam, dass der Content super ästhetisch ist. Das inspiriert mich wiederum, ebenfalls kreativ zu werden oder meinen eigenen Lifestyle dem ein bisschen nachzuempfinden. Teilweise finde ich die Menschen auch einfach unterhaltsam oder interessant und höre ihnen gerne zu. Ich folge dabei hauptsächlich Leuten, die ich grundsätzlich sympathisch finde und die sich auch so in meinem sozialen Umfeld aufhalten könnten – auch, wenn sie auf dem ersten Blick „erfolgreicher“ sind und der Content, den sie auf IG zeigen, in den meisten Fällen übertrieben positiv und ein Stück weit auch realitätsfern ist. Trotzdem lasse ich mich auch oft von vorgestellten Produkten und Kleidung zum Kauf verleiten. Gerade Content von Micro-Influencern, die ja schon noch „näher“ an einem dran sind als beispielsweise bekannte Celebritys, bietet sich ja irgendwie an, extrem einflussreich zu sein. Ich verfolge sämtliche Instagram Storys aber nur beiläufig. Manche guck ich definitiv lieber als andere und klicke auch direkt drauf, wenn ich sehe, dass etwas gepostet wurde. Aber wenn ich etwas verpasse, ist das auch in Ordnung. Ich bin da sehr entspannt und kann auch mal gut ohne.“

 

Die heimlichen Stars unter den Influencern

Es bleibt also festzuhalten, dass Micro-Influencer nicht nur für uns die nicht mehr ganz so heimlichen Stars der Influencer-Szene sind. So vielfältig wie ihre Themengebiete, so vielfältig sind auch wir als Zielgruppe, weshalb es wohl für jeden unter uns den passenden Micro-Influencer gibt. Authentizität, Nahbarkeit und eine hohe Engagement-Rate sind dabei aber stets die Grundpfeiler, die sie für uns bei HashtagLove zu unseren Lieblings-Accounts machen.